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Standlautsprecher Kaufberater

Standlautsprecher – die Königsklasse unter den Lautsprechern

Stereo StandlautsprecherDer Standlautsprecher: Schlank und groß – das sind die idealen Maße für Klangqualität auf höchstem Niveau. Durchschnittlich eineinhalb Meter ragt er in die Höhe. Meist aus hochwertigen Materialien hergestellt, sieht der Lautsprecher elegant aus und bietet zudem genug Resonanzraum für eine eindrucksvolle Klangqualität – von klaren Höhen bis hin zu vibrierenden Bässen, die mit einem Bassreflex-Lautsprecher, auch Subwoofer genannt, mithalten können.

Deshalb dienen die auffälligen Boxen auch als idealer Bestandteil für ein 5.0 Surroundsystem - der Bass wird dann von den großen Stereolautsprechern wiedergegeben. Natürlich kannst du auch auch 5.1 Lautsprechern damit mehr Wumms verleihen. Doch auch für Musik-Fans bieten die Standlautsprecher ein sehr gutes Stereo-Klangbild, dass bei richtiger Aufstellung vergleichbar mit Highend-Kopfhörern ist. Deshalb zählen zu den n bekanntesten Herstellern von Mono- und Stereo-Standlautsprechern auch solche renommierten Audioexperten wie Magnat, Teufel, Auna, Ultima, Kombo, Raumfeld, JBL und Canton. Standboxen dieser Hersteller sind in der Regel eine gute Wahl und du wirst darunter auch einige Topseller finden. Dennoch gibt es kleine aber feine Unterschiede und die möchten wir dir im Folgenden erläutern.

Wo kommt denn bloß der tolle Klang her?

Beginnen wir mit dem unbeschreiblichen Klang des Standlautsprechers. Er hängt von der Konstruktion des Gehäuses und die Menge der darin integrierten Lautsprecher ab. Diese eingebauten Speaker werden häufig auch Schallwandler oder Chassis genannt. Das Gehäuse ist groß genug, um mehrere Chassis darin zu platzieren und einen Klangkörper darzustellen.

Lautsprecher / Chassis

In einem Standlautsprecher werden hohe Töne, Mitteltöne und Bässe jeweils von einem separaten Lautsprecher wiedergegeben. Diese Art der Aufteilung nennt man Mehrwegetechnik. Die entsprechenden Lautsprecherboxen werden auch Drei-Wege-Standboxen genannt. Es ist aber nicht unbedingt so, dass nur drei Lautsprecher ins Gehäuse eingebaut sind. Es können auch vier oder mehr sein. Dabei wird in der Regel mehr in den Bassbereich investiert. Sprich es kann sein, dass zwei Chassis mit den tiefen Basstönen angesteuert werden, während hohe und Mitteltöne nur jeweils einen Lautsprecher bedienen.

Gehäusegröße

Ein voluminöses Gehäuse, möglichst aus Holz oder Pressspan, bietet, vergleichbar mit einem Klavier oder einem Flügel, eine gute Klangqualität. Vor allem die Bässe schlagen daraus ihren Profit. Um Vibrationen zu verhindern, sollte die Gehäusewände zudem relativ dick gebaut sein.

Die unterschiedlichen Bauweisen eines Standlautsprechers

Du hast bei Standlautsprechern die Wahl zwischen einem Modell in aktiver oder passiver Bauweise. Wobei die passiven Lautsprecher die gängigeren Geräte sind. Worin sich die beiden Bauweisen unterscheiden, erläutern wir dir im Folgenden:

Baumweise

passiv

aktiv

Merkmale

  • Das Eingangssignal kommt von einem externen Gerät (AV-Receiver bzw. Verstärker).
  • Sehr gute Klangqualität.
  • Hohe Anschaffungskosten, da du zwei Geräte benötigst.
  • Geht ein Gerät kaputt, muss auch nur eines ersetzt werden.
  • Die Elektronik eines Standlautsprechers ist langlebig. Die eines Receivers eher schnell und fortschrittlich. So kann bei der passiven Bauweise der Receiver durch ein neueres Modell ausgetauscht werden, während der Standlautsprecher bleibt.
  • Ein Standlautsprecher kann dir ohne Probleme zehn Jahre gute Dienste leisten.
  • Hier ist der Verstärker in den Standlautsprecher integriert.
  • Kann direkt mit der HiFi-Anlage verbunden werden.
  • Geringe Anschaffungskosten.
  • Geringer Platzbedarf, da kein externer Receiver benötigt wird.

Kaufberatung: Woran erkenne ich den perfekten Standlautsprecher?

Hinter so einem Standlautsprecher verbirgt sich ziemlich viel Technik. Kennst du dich damit aus, bist du klar im Vorteil und findest mit Leichtigkeit deinen persönlichen Standlautsprecher Testsieger. Für alle anderen haben wir hier ein paar wichtige technische Grundbegriffe – und damit auch entscheidende Kaufkriterien in verständlicher Form – kurz und prägnant zusammengefasst.

Die Lautsprecher oder Chassis

Standlautsprecher in Holzoptik von untenChassis ist wie bereits erwähnt ein anderer Begriff für Lautsprecher. Hier solltest du dein Augenmerk darauf richten, welchen Membrandurchmesser das jeweilige Chassis hat. Ein Bass-Chassis sollte bestenfalls bei einem Durchmesser zwischen 20 und 30 cm liegen. Wobei zwei kleinere Tiefton-Lautsprecher eine bessere Klangqualität bieten als ein größerer. Achte zudem auf das Material der Lautsprecher-Membran. Von einer Papiermembran raten alle unabhängigen Standlautsprecher-Tests ab. Eine gute Klangqualität hingegen bietet eine Membran aus Keramik, Aluminium oder speziellem Kunststoff.

Das Prinzip des Standlautsprechers

Prinzip ist ein Fachbegriff in der Lautsprechertechnik. Darunter versteht man die Mehrweg-Bauweise des Lautsprechers. Oben haben wir dir bereits den Drei-Wege-Lautsprecher vorgestellt, bei dem Höhen, Mitteltöne und Tiefen jeweils einen separaten Lautsprecher ansteuern. Bei der Zwei-Wege-Baumweise, auch dem Zwei-Wege-Prinzip genannt, steuern Mittel- und Tieftöne einen gemeinsamen Lautsprecher an - der zweite wird von den Hochtönen bedient. Preisgünstige Lautsprechersysteme steuern für den kompletten Frequenzbereich nur ein Chassis an. Sie werden auch Breitbandlautsprecher genannt. Dieses System findet bei Standlautsprechern in der Regel keine Anwendung, ist aber häufiger bei preisgünstigen Regallautsprechern oder Kompaktanlage zu finden.

Optimaler Frequenzbereich

Der optimale Frequenzbereich eines Standlautsprechers liegt zwischen 20 und 20.000 Hertz. Werte die darüber oder darunter liegen, kann das menschliche Ohr in der Regel nicht wahrnehmen. Standlautsprecher, die höhere und/oder tiefere Werte aufweisen, sind ihr Geld nicht wert. Also lieber Finger weg!

Maximale Leistung und Belastbarkeit

Wohnzimmer mit Standlautsprechern und FernseherGerade für die passive Bauweise ist dieser Wert von hoher Bedeutung, denn die Belastbarkeit ist der Wert, den ein Receiver einem Lautsprecher maximal zuführen darf. Hier wird zwischen Nenn- und Musikbelastbarkeit unterschieden.

Nennbelastbarkeit: Dieser Wert sollt bestenfalls zwischen 100 und maximal 300 Watt liegen.

Musikbelastbarkeit: Sie sollte im optimalen Fall zwischen 200 und 500 Watt liegen.

Achtung: Du solltest immer darauf achten, dass bei einem passiven System die Nennbelastbarkeit auf keinen Fall überschritten wird.

Wirkungsgrad in Dezibel

Den Wirkungsgrad bekommen wir voll auf die Ohren, denn er gibt an, wie viel Dezibel der Standlautsprecher im Kasten hat. Gemessen wird er in einem Meter Abstand von der Box und liegt bei einem Top-Modell bei herausragenden 95 Dezibel. Durchschnittliche Standlautsprecher punkten bereits mit einem Wert von 85 Dezibel.

Impedanz – oder Widerstand ist zwecklos

Dieser Wert ist von sehr entscheidender Bedeutung. Gute Standlautsprecher haben in der Regel eine Impedanz von 8 oder 4 Ohm. Hochwertige Modelle decken den kompletten Bereich von 8 bis 4 Ohm ab. Das allerdings schlägt sich dann auch im Preis nieder. Wichtig ist aber, dass die Impedanz deines Receivers zu der deines Standlautsprechers passt.

Guter Klang braucht Platz

Nun haben wir sehr viel Technisches erfahren. Jetzt steht der Auswahl deines Standlautsprecher Testsiegers im Grunde nichts mehr im Wege. Was du allerdings vor dem Kauf keinesfalls vergessen solltest, ist das Platzangebot, das dir zu Verfügung steht. Denn so ein Standlautsprecher kann seine volle Klangqualität nur in großen Räumen zur Geltung bringen. Im Gegensatz zur Soundbar benötigt der Standlautsprecher viel Platz. Ein Zimmer ab 25 m² ist ideal, denn nur so kann gewährleistet werden, dass zwischen den einzelnen Standlautsprechern genug Abstand besteht. Die ideale Distanz beginnt bei etwa zwei Metern. Zudem sollte der Standlautsprecher nicht zu nah an der Wand stehen und auch nicht irgendwo hineingequetscht zwischen Wand und Schrank oder Regal. Schließlich möchtest du ja nicht, dass dein schönes Kristall im Schrank zu vibrieren beginnt, wenn du den Bass mal lauter drehst.

FAQ: Was muss ich für einen guten Standlautsprecher ausgeben?

Die gute Klangqualität eines Standlautsprechers hat per se schon seinen Preis und liegt bereits knapp über dem eines Regallautsprechers. Unabhängige Standlautsprecher Tests zeigen, dass gute Standboxen bereits ab ca. 120 Euro erhältlich sind. Zwei-Wege-Systeme gibt es ab ca. 200 Euro. Passiv-Systeme mit Drei-Wege-Technik liegen bei etwa 300 bis 500 Euro. Bei High-End-Boxen ist die Preisspirale nach oben hin offen. Für einen derartigen High Fidelity Musikgenuss kann es vorkommen, dass du auch gut und gerne mal 2.500 Euro berappen musst.

Zum Schluss noch ein Testvideo, welches zeigt, dass auch kleinere Standlautsprecher schon einen super Sound abliefern können:

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