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Futonmatratze Kaufberater

1. Futonmatratze - Rückengerechter Schlaf

FutonbettDie Futonmatratze ist der europäische Nachfolger einer japanischen Schlafkultur, die sich Futon nennt. Dieses fernöstliche Schlafprinzip besteht aus Schlafunterlage und Bettdecke. Zunächst werden auf dem Boden Tatami-Matten ausgelegt, die darauf befindliche “Matratze” ist ca. 10 cm hoch und besteht aus einer Seiden- oder Baumwollhülle gefüllt mit Baumwolle. Diese Matratzen benötigen viel Pflege, um lange genutzt werden zu können. Es gibt auch extra Futon-Kissen, diese werden als einfache Kissenrolle oder als Kopfgestell mit kleiner Kissenrolle angeboten. Im Sommer werden in Japan Kissen aus Rattan oder Keramik verwendet. Auch parfümierte Kopfkissen kommen mitunter zum Einsatz.
Wenn Sie unter Rückenproblemen leiden, wird Ihnen vom Arzt oft eine neue oder härtere Matratze empfohlen. Eine Naturmatratze bietet das optimale Liegegefühl für Ihr Leiden. Sie kann dazu beitragen den Rücken zu entlasten. Eine Futonmatratze gewährleistet somit einen rückengerechten Schlaf und einen guten Liegekomfort. Weitere Details erfahren Sie in unserem Futonmatratze-Vergleich.

Wieso braucht man überhaupt eine Futonmatratze?

Da in Japan nicht besonders viel Platz für die große Bevölkerung zur Verfügung steht und die Menschen nur kleine Wohnungen haben, wird die Schlafstätte jeden Morgen ab- und jeden Abend wieder aufgebaut. Das erklärt auch die nötige Flexibilität des Materials und das diese als Klappmatten oder Rollmatratzen ausgelegt sind.

2. Woraus besteht eine Futonmatratze?

FutonmatratzeDie Außenhülle wird aus Seide oder genadelter Baumwolle gefertigt. Die Futonmatratzen werden meist in Handarbeit hergestellt - der Bezug kann oft nach Wunsch farblich gestaltet werden. Der Füllstoff besteht entweder aus reiner Baumwolle oder aus einem Mischgewebe. Die Baumwolle eines Biofutons kommt aus biologisch kontrolliertem Anbau. Auch das verwendete Naturlatex ist 100% naturrein und extra stark. Bei der Verwendung von Mischgewebe werden verschiedene Lagen von Material im Inneren der Matratze geschichtet. Schurwolle, Kokos und Latex sind beliebte Füllstoffe für eine besonders luxuriöse Naturmatratze. Kokos kann auch durch Rosshaar oder Hanf ersetzt werden. Die Schafwolle kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Säuren und Salze aus dem Schweiß werden von der Wolle neutralisiert. Die Kokosschicht sorgt für eine ausreichende Belüftung des Materials und der Latexkern gewährleistet die passende Elastizität. Durch die Zugabe dieser Stoffe ist ein Aufrollen nicht mehr notwendig und teilweise auch nicht möglich. Die ursprünglichen Futons waren nur mit Baumwolle oder Schurwolle gefüllt. Die Materialien sind nicht wie bei normalen Matratzen verklebt oder versteppt - das erhöht den Komfort der Matratzen. Die Lagen werden mittels Filzknöpfen zusammengehalten.

Warum Baumwolle als Füllstoff?

Baumwolle hat ideale Eigenschaften für die Füllung einer Matratze. Sie kann Feuchtigkeit absorbieren und sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung innerhalb der Futonmatratze. Das Material ist zudem hautsympathisch und für Allergiker geeignet. Die gepresste Baumwolle passt sich gut der Schlafhaltung an und trägt so zur Stützung der Wirbelsäule bei. Somit eignet sich ein Baumwollfuton ideal für Menschen mit Übergewicht oder Rückenproblemen.

3. Futonbett - Für alle die “hoch” hinaus wollen

In der westlichen Welt versteht man unter einem Futon ein niedriges massives Bettgestell mit einer flachen Matratze darin - teilweise aber auch nur die Matratze an sich. Die heutigen Futonbetten verfügen meist schon über eine Matratze - diese ist im Lieferumfang enthalten. Auch hier versucht man das Prinzip des bodennahen Schlafens beizubehalten, ohne direkt ins Extrem zu verfallen. Der Unterschied zu der eigentlichen Futonmatratze ist, dass es sich bei dem europäischen Produkt oftmals um eine dünne Version einer handelsüblichen Matratze handelt. Zusätzlich kommen manchmal noch Naturfasern wie Rosshaar, Schurwolle oder Kokosfasern hinzu. Naturlatex wird gerne verwendet, um den Härtegrad der Futonmatratze und die Pflegebedürftigkeit des Materials zu verringern. Diese Materialien sind atmungsaktiv und wirken wärmend auf den darauf befindlichen Körper.

Wie bereits erwähnt, lassen sich auch Naturlatexmatratzen nach Härtegrad unterscheiden, wobei dieser nicht wie üblich in Klassen eingeteilt wird. Die Hersteller stellen meist ihren Kunden die maximale Belastbarkeit der Matratze zur Verfügung und geben Hinweise auf die Härte der Schlafunterlage. Mitunter finden Sie auch einen Hinweis, für welche Art von Schläfer sich die Matratze eignet. Also ob es eine Matratze für Bauch- oder Seitenschläfer ist.

Neben der Futonmatratze und dem Futonbett gibt es noch ein weiteres Familienmitglied -  das Futonsofa. Es besteht ebenfalls aus einem massiven Holzgestell mit einer weichen Futonauflage. Diese bequeme Couch kann neben der Verwendung als Sitzgelegenheit ebenfalls als Schlafsofa herhalten.

Lattenrost - Ja oder Nein?

Als “Lattenrost” für ein Baumwollfuton, das traditionell auf dem Boden genutzt wird, eignet sich eine Reisstrohmatte (Tatami-Matte). In Ihr Bettgestell können Sie aber auch ein herkömmliches Rollrost oder ein Standard-Lattenrost reinlegen. Reine Baumwollfutons eignen sich allerdings nicht für die Verwendung auf einem Lattenrost. Da bieten sich eher Produkte in Kombination mit Schafschurwolle an. Als Kindermatratze empfiehlt sich eine Futonmatratze mit Kokoskern - diese kann ebenfalls auf ein Rollrost gelegt werden. Dicke Futons eignen sich auch dafür, sie direkt auf den Boden zu legen.

4. Maße der bequemen Naturmatratze

FutonmatratzeDie Anzahl der Lagen entscheidet, ob die Futonmatratze rollbar ist oder nicht. Matratzen mit bis zu 4 Lagen lassen sich problemlos täglich aus und wieder einrollen. Mit 5 oder 6 Lagen funktioniert dies auch noch, jedoch nicht mehr so gut. Bis zu 10 Lagen kann eine Futonmatratze haben. In dieser Dicke ist sie jedoch recht voluminös und sperrig. Je mehr Schichten die Matratze hat, desto vorsichtiger muss sie gerollt werden. Ansonsten können die Stepp-Punkte, welche aus kleinen Filzknöpfen bestehen, ausreißen. Kokosmatratzen sollten nicht gerollt werden. Bei der Breite können Sie zwischen 80 bis 200 cm wählen. Standardmaße sind 120 x 200 cm, 140 x 200 cm und 160 x 200 cm. Die Länge beträgt standardgemäß 200 cm - Überlängen von 220 cm sind jedoch ebenfalls erhältlich.
Bei der Auslieferung können die Maße noch bis zu 10% vom Wunschmaß abweichen. Das liegt daran, dass das Material anfangs noch aufgebauscht ist und sich erst einmal “einliegen” muss. Nach ca. einer Woche hat die Futonmatratze dann ihr eigentliches Maß erreicht.

Wenn mal Besuch ins Haus steht - die Gästematratze

Nicht immer ist die Futonmatratze zum Einlegen in ein Bett gedacht. Wenn sich unerwarteter Besuch ankündigt, können Sie Ihr Gästefuton schnell und einfach auslegen. Diese praktischen Faltmatratzen eignen sich ebenfalls als Sitzkissen. Die Klappmatratzen bestehen meist aus drei Teilen, die mit einem Reißverschluss verbunden sind. Sollen sie als Sitzkissen fungieren, können die Einzelteile schnell wieder voneinander getrennt werden. Die Füllung besteht aus einem Baumwoll-Leinen-Schaum-Mix. Auch Futonsessel können Sie kaufen, diese sind auch unter dem Namen Karup Figo zu finden.

5. Pflege der Futonmatratze

Mit einem Extrabezug für Ihr Futon bleibt dieses länger frisch und hygienisch. Durch den Reißverschluss kann er abgenommen und gewaschen werden. Der Bezug der Matratze ist nämlich nicht abnehm- und waschbar. Alternativ können Sie auch zu einem Matratzenschoner greifen. Da die Matratzen täglich mit Schweiß in Berührung kommen, müssen sie regelmäßig gelüftet und ausgeklopft bzw. geschlagen werden, damit das Material trocknen kann und die Füllung schön fluffig bleibt. Sonne und frische Luft tun der Matratze besonders gut. Dieser Vorgang gewährleistet eine längere Nutzung und Lebensdauer der Futonmatratze. Auch ein regelmäßiges Wenden ist sinnvoll - anfangs sollte dies alle 2 bis 4 Wochen erfolgen. Danach reicht ein Intervall von 2-3 Monaten.

Andere Arten von Matratzen

Natürlich gibt es noch andere Varianten von Matratzen, die mitunter auch öfter genutzt werden. Dazu zählen die Kaltschaummatratze, Latexmatratze, Taschenfederkernmatratze und die Schaumstoffmatratze. Naturlatexmatratzen sorgen für einen geeigneten Matratzen-Härtegrad. Nähere Informationen zu den einzelnen Matratzentypen finden Sie in unserem Taschenfederkernmatratze-Vergleich 2017.

6. Vor- und Nachteile der Naturmatratze

Damit Sie wissen worauf Sie sich einlassen, haben wir hier für Sie die Vor- und Nachteile einer Futonmatratze zusammengestellt.

Vorteile

Nachteile

  • natürliche Materialien werden verwendet
  • höhere Stabilität
  • besserer Feuchtigkeitsaustausch
  • eignet sich gut als Gästebett
  • Auswahl der richtigen Materialzusammensetzung fällt schwer
  • manche Matratzen lassen sich weniger gut rollen

Um Ihren persönlichen Futonmatratze Testsieger zu finden, sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken über die Materialzusammensetzung machen. Je nach Gewicht muss der Härtegrad der Matratze bestimmt werden. Ein angenehmes Schlafklima ist ebenso wichtig, wie nicht in der Schlafunterlage einzusinken. Ihr japanisches Bett soll ganz nach Ihren Vorstellungen sein, sodass Sie darauf entspannen können. In Ihre Kaufentscheidung können Sie ebenfalls die Meinungen unseres Futonmatratze Kunden-Tests mit einbeziehen.

Die Zusammenfassung eines zehntägigen Futonmatratzen Tests finden Sie hier:

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