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Citybike Kaufberater

Was ist ein Citybike?

Frau auf einem CitybikeEin Citybike eignet sich zum Cruisen in der Stadt und für einen entspannten Fahrradausflug. Es zeichnet sich durch seine aufrechte Sitzhaltung, Schutzbleche und einen Gepäckträger aus. Hier kommt oft eine Nabenschaltung zum Einsatz. Für längere Biketouren eignet sich ein Citybike jedoch eher weniger. Denn der weiche Sattel führt schnell zu Schmerzen am Steiß. Mehr als 30 km sollten nicht mit dem Stadtfahrrad zurückgelegt werden. Es gibt Modelle für Damen und Herren sowie unterschiedliche Rahmenhöhen, Bremssysteme usw. Damit du bei der Produktauswahl deines Citybikes auch ins Schwarze triffst, haben wir dir die wichtigsten Kaufkriterien zusammengestellt.

Mit dem Thema was du alles beim Fahrradkauf beachten musst, hat sich auch die Stiftung Warentest beschäftigt. Eine Grafik zu den Fahrradkäufen 2016 zeigt, dass vor allem Trekkingräder und Citybikes beliebt sind. Viele Fahrrad-Varianten sind als E-Bike erhältlich. Die elektronische Unterstützung hilft dir große Anstiege zu meistern. Wenn du dich für die Ergebnisse des Trekkingrad Tests interessierst, solltest du vielleicht einen Blick auf den Test werfen.

Der Einsatzzweck ist entscheidend für den Kauf

Natürlich hängt die Kaufentscheidung davon ab wo und wie du mit dem Fahrrad fahren möchtest. Für Offroad-Strecken und holprige Wege eignet sich ein Mountainbike (MTB). Die Federung sowie der Rahmenaufbau sind auf diese spezielle Verwendung abgestimmt. Um richtigen Radsport zu betreiben wirst du aber mit Sicherheit ein Rennrad mit schmalen Reifen brauchen.

Auf relativ geraden Strecken und in der Stadt ist ein Citybike, häufig auch als Hollandrad bezeichnet, der ideale Begleiter auf zwei Rädern. Das Citybike für Herren unterscheidet sich dabei nur geringfügig von einem Citybike für Damen. Das Damenfahrrad gibt es meist mit einer Größe von 26 oder 28 Zoll. Rahmenhöhe und das Design variieren zudem auch oftmals.

Was muss ich beim Citybike-Kauf beachten?

Wenn du ein Fahrrad kaufen möchtest, spielen drei Faktoren eine entscheidende Rolle: die Rahmengröße, der Lenker und die Sitzhaltung. Was es dabei jeweils zu beachten gilt, verraten wir dir hier.

Rahmengröße - Sicher unterwegs mit dem Bike

Die Rahmengröße richtet sich nach der Körpergröße des Fahrers. Oftmals empfiehlt sich bei einem Citybike Test selbst herauszufinden, ob die Rahmenhöhe sich für dich angenehm anfühlt. Bei einem Herren Citybike darf das Oberrohr beim Absteigen vom Sattel nicht störend sein. Um einen bequemen Auf- und Abstieg zu gewährleisten, macht unter Umständen auch ein Tiefeinsteiger Sinn. Dann muss das Bein nicht mühevoll über den Sattel geschwungen werden. Wenn die Rahmengröße nicht passt, kannst du im Straßenverkehr auch nicht sicher absteigen und hast ein unsicheres Gefühl auf dem Rad. Wie du die richtige Rahmenhöhe herausfindest, zeigen wir dir in unserer Damen-Citybike Kaufberatung.

In diesem Video siehst du, wie du die richtige Rahmenhöhe ermitteln kannst.

Lenker - Für eine angenehme Bedienung des Rads

Dieser muss weit genug vom Sattel entfernt sein, sodass du beim Treten mit dem Knie nicht an die Lenkstange kommst. Die Kniescheibe des Fahrers darf bei waagerechten Pedalen nicht über der vorderen Pedalachse stehen. Der Lenker muss von der Höhe her auf dich angepasst werden, sodass du bequem auf dem Citybike Platz nehmen kannst. Außerdem sollte eine gelenkschonende Handhaltung möglich sein.

Sitzhaltung - Rückenschonend sollte sie sein

Diese hängt von deinem persönlichen Geschmack ab. Auf einem Rennrad wird oft eine flach nach vorn geneigte Sitzhaltung eingenommen, um den Luftwiderstand möglichst gering zu halten und somit eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Aber auch auf Fitness- oder Mountainbikes ist solch eine Sitzhaltung oftmals die Regel. Bei längeren Strecken z.B. auf dem Trekkingrad wird so der Rücken geschont und Kraft eingespart. Angenehmer sitzt es sich jedoch in einer aufrechten Haltung. Diese wird oft für eine Fahrradtour oder die Fahrt mit einem Citybike gewählt. Der Sattel muss aber auch zur Sitzhaltung passen. Für eine aufrechte Haltung sollte der Sattel breit und gefedert sein. Während für eine flache Haltung ein schmaler und harter Sattel sinnvoll ist.

Sattel - Für jedes Fahrrad den richtigen Sattel

Citybike im GrünenOb du wirklich auf deinem Sattel richtig sitzt, siehst du, wenn dieser nicht mehr sichtbar ist. Sieht man nämlich noch die hintere Sattelkante, sitzt du zu weit vorne.
Besonders komfortabel kommt ein Gelsattel daher, auch bei diesem ist die Sattelbreite zu beachten. Die Qualität des Sattels ist entscheidend, bei schlechtem Sitzkomfort können schnell Rückenschmerzen entstehen. Der falsche City-Sattel oder die falsche Position kann gesundheitliche Schäden herbeiführen. Für eine stabile Befestigung des Sattels muss die Sattelstütze mindestens 5-6 cm im Rahmen eingelassen werden.

Um die optimale Sattelhöhe zu bestimmen, stelle das linke Bein auf ein Pedal und führe dieses nach unten. Wenn nun dein Bein gestreckt ist, hast du die passende Höhe eingestellt. Für diesen Vorgang solltest du auf dem Sattel Platz nehmen. Sättel gibt es aus Leder oder Kunststoff, wobei die Lederprodukte sich mit der Zeit eindeutig besser an den Fahrer anpassen können. Sie sind jedoch nicht wasserabweisend, weshalb das Material unter Umwelteinflüssen leidet. Das Gewicht eines Ledersattels ist auch nicht zu verachten. Ein Kunststoffsattel muss wiederum nicht eingefahren werden und kommt preisgünstiger daher.

Bremsen - Früh genug zum Stehen kommen

Bei Gefahrensituation musst du schnell und effektiv abbremsen können. Bei einem Citybike werden meist Seilzug-Felgenbremsen verbaut. Je nachdem wie stark man am Bremshebel zieht, tritt entweder eine starke oder schwache Bremswirkung ein. Achtung: Die Bremsbeläge nutzen sich ab und müssen regelmäßig erneuert und die Bremse nachgezogen werden. Zudem kommt es bei nassen und verschmutzten Felgen zu einem Bremskraftverlust.

Zusätzlich ist oftmals noch eine Rücktrittbremse verbaut. Diese hat jedoch gerade bei steileren Abfahrten eine zu geringe Bremswirkung und eignet sich daher nicht als alleinige Bremse. Sie wird also nur vereinzelt und bei leichten Bremsungen eingesetzt.

Gangschaltung - Weniger ist nicht immer mehr

Citybike am StrandOb sich eher eine Ketten- oder eine Nabenschaltung für dich eignet, hängt von deinen Ansprüchen ab.

Die Kettenschaltung ist wesentlich pflegeintensiver und kann nur während des Tretens betätigt werden. Meist sind bei dieser Variante mehr Gänge möglich, als bei der Nabenschaltung. Die Anzahl der Gänge wird durch Multiplikation von der Anzahl der vorderen Kettenblätter mit den hinteren Zahnrädern bestimmt. Vorne befinden sich in der Regel ein bis drei Kettenblätter und hinten fünf bis elf Zahnräder. Maximal sind also 31 Gänge möglich. Durch das Schalten springt die Kette auf ein anderes Zahnrad.
Regelmäßiges putzen und ölen der Kette gehört bei einer Kettenschaltung dazu, ansonsten hast du nicht sehr lange Freude an deinem Rad.

Bei einer Nabenschaltung befinden sich alle Bauteile kompakt als Getriebe in der Hinterradnabe. Die Kette braucht hierbei nicht zu schalten und befindet sich in der Regel in einem Kettenkasten. Somit ist dieses Schaltgetriebe weniger pflegeintensiv. Nabenschaltungen mit 11 oder 14 Gängen zählen zu den Premium-Schaltungen und verfügen über eine Scheibenbremse. Automatik-Nabenschaltungen haben meist 8 Gänge. Aufgrund von Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Tretleistung wird somit automatisch in den passenden Gang geschaltet. Eine automatische Schaltung bietet sich vor allem für Gelegenheitsfahrer an, die sich bei der Wahl des richtigen Ganges unsicher sind.

Welche Schaltung für welches Gelände geeignet ist und wie viel Gänge dein Rad dafür haben muss, erfährst du hier:

Schaltung

Gänge

Gelände

Nabenschaltung

3

5 oder 7

8/9

11

14

flach

flach bis hügelig

flach, hügelig bis leicht bergig

flach, hügelig bis bergig

für jedes Gelände

Kettenschaltung

16-24

24-33

flach, hügelig bis leicht bergig

für jedes Gelände

Andere Fahrradtypen

Das Citybike ist selbstverständlich nicht die einzige Fahrradart auf dem Markt. Viele andere Bikes tummeln sich dort und warten auf ihren Einsatz. Hier erfährst du inwiefern sich die anderen Fahrräder von dem Citybike unterscheiden.

Das Trekkingrad

Oft im Gelände eingesetzt aber eigentlich für die Straße gemacht ist das Trekkingrad. Dieses Fahrrad ist ein absoluter Allrounder und überzeugt durch seinen schlanken Rahmen und die schnelle Fortbewegung im Gegensatz zu Citybikes oder Mountainbikes. Sie eignen sich besonders für lange Touren oder Reisen mit dem Rad. Schwer befahrbares Gelände mögen sie hingegen nicht so gern. Da kann es schnell mal dazu kommen, dass man mit dem Rad im Matsch stecken bleibt. Hier kannst du dich auf einen schmalen und festen Sattel verlassen, der dir auch auf lange Sicht keinen schmerzhaften Po verursacht.

Das Mountainbike

Wie der Name schon sagt, ist dieses Fahrrad vor allem für bergige Fahrten im Gelände ausgelegt. Dementsprechend vielfältig muss also auch die Gangschaltung einstellbar sein. Ein breiter Übersetzungsbereich und bis zu 30 Gänge oder mehr stehen dir hier zur Verfügung. Die breiten Reifen mit dem groben Profil verschaffen dir Halt auf nahezu jedem Untergrund. Am Vorderrad befindet sich bei fast jedem Modell eine Federung, manchmal auch am Hinterrad. Auch für den Stadtverkehr bietet sich das Mountainbike an, da solltest du allerdings eher auf schmalere Reifen setzen. Als Sattel empfiehlt sich hier ein Rennradsattel, dieser kann je nach Belieben entweder schmal oder breit sein.

Das Rennrad

Dieses Fahrrad zeichnet sich durch sein leichtes Gewicht und seine Wendigkeit aus. In der Regel sitzt du flach auf dem Rad, um somit einen möglichst geringen Luftwiderstand zu haben. Der schmale Sattel verhindert Scheuern durch die schnelle Trittfrequenz. Das Rennrad ist so minimalistisch wie möglich ausgerüstet, denn jedes Gramm zu viel, macht den Fahrer langsamer. Deshalb wird auf eine Klingel und Reflektoren verzichtet.

Faltrad

Wer häufig unterwegs ist und das Rad gerne mitnimmt kann mit einem Klapprad bequemer unterwegs sein. Bei Platzmangel im Auto oder in der Bahn kann dieses auf ein kompaktes Maß geschrumpft werden. Leider können genau aus diesem Grund keine großen Reifen an dem Rad angebracht werden, daher eignet es sich nur für asphaltierte Straßen. Sie eignen sich eher für Kurzstrecken. Wenn du Gewicht einsparen willst, wählst du am besten einen Rennsattel, andernfalls kannst du auch einen komfortableren breiten Sattel montieren.

Das Elektrofahrrad

Sportlich und dennoch bequem geht es mit einem E-Bike zur Sache. Gerade bei schwierigen Bergen, wenn einen schon einmal schnell die Kraft verlässt, unterstützt dich der Elektromotor beim Treten. Die flotten E-Bikes dürfen allerdings nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h zulassungs- und führerscheinfrei gefahren werden. In den vergangenen Jahren hat sich sowohl die Stabilität der Lenker als auch die Leistungsfähigkeit der Akkus positiv entwickelt.

Umfangreiche Informationen zu dem nötigen Fahrradzubehör findest du in unserer Damen-Citybike Kaufberatung.

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