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Wir haben Experten-Tests und Kundenbewertungen zu 354 Zelte ausgewertet: Das sind die Besten

Zelt Kaufberater

Mit dem Zelt die große Outdoor-Freiheit genießen

Paar beim Zelten vor einem ZeltDie sogenannte Work-Life-Balance gewinnt immer mehr an Bedeutung. In ihrer Freizeit zieht es die Menschen nach draußen, zum Wandern in die Berge, in den Campingurlaub oder auf große Weltreise. Und überall soll das richtige Schlafgemach bereitstehen. Im häufigsten Fall handelt es sich dabei um ein Zelt.

So vielfältig wie die Outdoor-Möglichkeiten sind, so vielseitig ist auch die Auswahl an Zelten: Es gibt Personenzelte (vom Ein-Personen-Zelt bis hin zum Acht-Personen-Zelt), du bekommst sie in der Tunnelzelt- oder der Kuppelzelt-Ausführung, mit separater Schlafkabine sowie Außenzelt und Innenkabine oder als kompaktes Wurfzelt für den schnellen Auf- und auch wieder Abbau. Um bei diesem breitgefächerten Angebot den Überblick zu bewahren macht es sicher Sinn, sich einige unabhängige Zelt Tests anzuschauen. Aber auch wir bieten dir in unserem Kaufberater einen Einblick in das Thema Zelt und geben dir ein paar wichtige Dinge an die Hand, mit denen du deinen persönlichen Zelt Testsieger am Ende mit auf Outdoor-Tour nehmen kannst.

Vom Tipi zum Zelt

Was ist eigentlich ein Zelt? Und wo kommt es her? Die erste Frage ist leicht beantwortet. Ein Zelt ist eine mobile Schlafstätte auf Zeit, die schnell aufgebaut und ebenso rasch wieder abgebaut werden kann. Zelte sind leicht zu zerlegen, haben ein kompaktes Packmaß und normalerweise sind sie auch einfach zu transportieren. Vom Partyzelt mal abgesehen, aber das ist es ja auch nicht, was wir dir in unserem Kaufberater vorstellen wollen. Hier geht es um das klassische Trekkingzelt in all seinen Ausführungen und Größen.

Seinen Ursprung hat das Zelt irgendwann in der früher Altsteinzeit (ca. 40.000 bis 9.700 v. Chr.). Damals wurden Tierhäute über eine stabile Holzkonstruktion geworfen und dienten den Menschen als Behausung auf Zeit. Auch die Griechen und Römer nutzten Zelte als Unterschlupf, vornehmlich im militärischen Bereich, also wenn sie auf Feldzug waren. Wir Outdoor-Freunde sind da heutzutage eher friedlich mit unserem Campingzelt unterwegs. Die Zeiten der Tierhäute sind ebenfalls längst vorbei und der Verwendung von wasserdichten Materialien gewichen. Auch die Zelt-Unterkonstruktionen sind schon lange nicht mehr aus Holz, sondern aus leichteren Materialien wie Kunststoff, Fiberglas oder Aluminium.

Zelt unter der Milchstraße

Zelt ist nicht gleich Zelt: unterschiedliche Bauarten

Die häufigste Anwendung findet das Zelt als Schlafstätte. Und obwohl nahezu alle Zelte auf diese Verwendung hin zugeschnitten sind, gibt es doch von Hersteller zu Hersteller, wie zum Beispiel Vango, Quechua, Campz, Hilleberg, Outwell, Robens, Coleman oder Nordisk (um nur ein paar wenige zu nennen) große Unterschiede in Qualität und Preis.

Doch betrachten wir zunächst die unterschiedlichen Bauweisen eines Zeltes, denn an ihnen orientieren sich alle Hersteller. So kann dir diese Einteilung auch eine große Hilfe sein, auf der Suche nach deinem persönlichen Zelt-Favoriten.

Firstzelt

Der Klassiker unter den Zelten. Zwei Stangen senkrecht in den Boden gesteckt, mit einer Firststange verbunden, dann ein Plane darüber geworfen, schnell noch alles mit Heringen fixiert und fertig ist das Firstzelt. Einziger Nachteil: Im Eingangsbereich steht immer eine Zeltstange im Weg. Camping Nostalgiker lieben diesen Unterschlupf. Das Firstzelt ist ein einfaches Zelt mit einem stabilen Stand, aber eher spärlichem Platzangebot.

Einbogenzelt

Sonderform des Firstzelts. Hier wird lediglich eine gebogene Firststange verwendet. Was den Vorteil hat, dass die Stehhöhe in der Zeltmitte etwas höher ist.

Kuppelzelt/Iglu-Zelt

Diese Bauweise ist die gängigste unter den Zelten und ist gerade beim Trekking sehr beliebt. Hier werden vier elastische Stangen verwendet, die sich am Scheitelpunkt des Zeltes kreuzen. Diese Überkreuzkonstruktion gibt nicht nur der Zeltaußenwand, sondern auch dem Zeltboden eine gewisse Stabilität. Sowohl Wand als auch Boden sind dadurch gespannt und quasi selbsttragend. Auf Heringe kann bei dieser Bauweise verzichtet werden. Das Kuppelzelt bleibt von alleine stehen und kann somit auch leicht von A nach B transportiert werden, ohne dass du es dafür unbedingt zerlegen musst. Kuppelzelte sind schnell und einfach aufgebaut, sind stabil, stehen von allein, haben aber in der Regel nur eine Schlafkabine.

Tunnelzelt

grünes Wurzelt auf weißem HintergrundEin Tunnelzelt ist das ideale Familienzelt. Bei dieser Bauweise gilt: Nomen est Omen, Tunnel eben. Dafür werden elastische Stangen bogenförmig gespannt. Wenn du ein Tunnelzelt aufbaust, kann es vorteilhaft sein, wenn du weißt, wo der Wind herkommt. Ansonsten kann das gute Stück im wahrsten Sinne des Wortes abgehen. Leider sind diese Zelte auch nicht sehr stabil. Dennoch erfreuen sie sich als Campingzelt für Familien großer Beliebtheit, denn sie haben in der Regel mehrere Schlafkabinen und so können die Kids ihren eigenen Schlafbereich im Zelt erobern. Selbstredend verfügen Tunnelzelte über viel Platz, dank mehrerer Räume ist Ordnung halten auch im Campingurlaub möglich. Doch leider sind sie ziemlich aufwendig im Aufbau und dann lässt die Stabilität auch noch zu wünschen übrig.

Wurfzelt/Pop-up-Zelt

Die lässige Variante unter den Zelten. Zumindest, wenn man der Werbung glauben mag. Vorreiter in Sachen Wurfzelt war Quechua. Doch nach und nach sind auch andere Hersteller auf den Trichter der schnell aufgebauten Leichtzelte gekommen. Ein Wurfzelt wirfst du in der Theorie einfach in die Luft, dort poppt es dann auf und landet im Idealfall fertig aufgebaut auf dem Boden. Perfekt für alle diejenigen, die für den Zeltaufbau so gar keine Geduld aufbringen mögen. Zudem ist dieses Zelt überall aufbaubar (wo man zelten darf) und benötigt keine Heringe. Allerdings ist es in der Regel recht klein und auch nicht sehr stabil.

Die Zeltkauf-Checkliste

Zeltmaterial Nachdem wir nun ausführlich über die Vor- und Nachteile bestimmter Zelt-Bauweisen informiert sind, folgt im Anschluss noch eine kompakte Zeltkauf-Checkliste.

Auf diese Dinge solltest du beim Online-Kauf deines neuen Zeltes achten:

  • Größe:
    Für wie viele Personen soll das Zelt sein? Suchst du ein Ein-Personen-Zelt oder eines für die ganze Familie? Je nachdem wählst du Bauweise und Größe aus.

  • Wasserdichtigkeit:
    Ist das verwendet Außenmaterial wirklich wasserdicht? Hier solltest du auf die Bezeichnungen wasserdicht achten. Ist das Zelt nur als wasserabweisend deklariert, kann es sein, dass bei einem heftigen Schauer der Innenbereich doch nass wird. Achte auch auf die Angaben zur Wasserdichtigkeit. Ab 1.300 mm ist das Zelt laut einer deutschen DIN-Norm wasserdicht. Allerdings solltest du einen höheren Wert favorisieren. Ein Wert ab 3.000 mm ist eine gute Wahl.

  • Zeltboden:
    Die Wasserdichtigkeit der Bodenplane sollte höher sein, als die der Außenwände, denn das Wasser an den Außenwänden kann schneller abtrocknen. Unter dem Zeltboden kann das Regenwasser eventuell länger stehen.

  • Nähte:
    Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Zeltnähte verschweißt oder getapt sind.

  • Beschichtungen:
    PU(Polyurethan)-Beschichtungen unterstützen die Wasserdichtigkeit des Gewebes. SI(Silikon)-Beschichtungen sind recht teuer, machen das Zelt aber insgesamt noch reißfester und erhöhen vor allem dessen UV-Beständigkeit.

  • Material:
    Zelte aus Nylon (Polyamid) oder aus Polyester sind gleichermaßen zu empfehlen. Polyester ist bei Wind lauter als Nylon. Nylon hingegen ist deutlich leichter, robuster und reißfester als Polyester. Einziger Nachteil von Nylon: Es nimmt Wasser auf und so kann es passieren, dass du dein Zelt nach längerem Regen nachspannen musst. Beim Polyester-Zelt ist das nicht nötig.

  • Gestänge:
    Fiberglas ist hier das Material der Wahl. Es ist leicht und biegsam. Es gibt aber auch Gestänge aus Kunststoff oder Aluminium. Stahl eignet sich nur für das schwere und große Partyzelt.

  • Gewicht und Abmessungen:
    Hier sind die Werte natürlich abhängig vom Bedarf. Je größer das Zelt, umso schwerer ist es auch. Logisch. Einsparungen kannst du an dieser Stelle hauptsächlich durch den Blick auf das Gestänge machen. Wie bereits erwähnt ist Fiberglas das leichteste Material für den Zeltunterbau.

Es gibt auch einige etwas ausgefallenere Zelte. 6 Beispiele von ganz besonderen Zelten findest du im folgenden Video.

Würdest du Zelte online kaufen? Wie haben dir unsere Angebote dazu gefallen?

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